Geschichte

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Olpe von 1814 – 2001

VORWORT!

Zur Feier der 825 Jahre Olpe, gleichzeitig 70 Jahre Feuerwehr Olpe (nach der Neugründung 1926) besuchte ich mit Oberstudienrat Josef Büchel das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf um zu ergründen, wie weit das Feuerlöschwesen in Olpe zurück verfolgt werden kann.

Wir fanden im Verzeichnis H. ST. A Düsseldorf S 73 Feuerwehr Großherzogtum Berg L.A (Landratsamt) Wipperfürth viele für uns wichtige Unterlagen.

Später fand Herr Büchel den kompletten Nachlass der Gemeinde Olpe, hier Beschluß- und Protokollbücher von 1846 bis zur Auflösung der Gemeinde Olpe am 31.12.1974 vollständig im Archiv der Gemeinde Kürten. Sehr hilfreich zur Chronik war die Dokumentation von Gerhart Führer “Die Feuerwehr Olpe in früherer Zeit”. Somit haben wir unsere Chronik auf dem bestmöglichen Stand.

Dokumentationen

  • 1) = Hauptstaatsarchiv Düsseldorf
  • 2) = Gemeinde Olpe von 1946 – 1974
  • 3) = Archiv der Freiwilligen Feuerwehr Olpe ab 1926

Die Chronik der Feuerwehr Olpe, konnte nur ergründet werden mit der Chronik der Feuerwehr der Gemeinde Wipperfeld zusammen.

Die Gemeinde Olpe und die Gemeinde Wipperfeld bildeten in früherer Zeit eine Bürgermeisterei mit zwei separaten Gemeinden, aber nur einer Verwaltung. Der Sitz der Verwaltung wechselte zwischen Olpe und Wipperfeld bis 1907 in Olpe ein neues Rathaus errichtet wurde.

Ich glaube, dass wir nach Jahren der Ungewissheit endlich eine lückenlose Chronik vorlegen können.

Hans Fahlenbock

Olpe, November 2001

Chronologische Auflistung:

Feuerwehr Großherzogtum Berg

1. Urkundliche erwähnte Nachricht über das Feuerlöschwesen in der Bürgermeisterei Olpe im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf

1)

1814

Olpe (=Bürgermeisterei) besitzt: S. 73 Feuerwehr in Großherzogtum Berg – L.A (=Landratsamt) Wipperfürth

1 Brandspritze, mehrere Feuerpatschen, eine angemessene Anzahl Brand-Eimer


1)

1816

2 Feuerspritzen sollen für 1200 Taler angeschafft werden


1)

20.0 7. 1817

Der Landrat fordert die Bürgermeister der Samtgemeinden des Kreises Wipperfürth auf, “binnen 8 Tagen zu berichten, welche Brandgerätschaften vorhanden sind,

– das, was zu ihrer Vervollständigung noch fehlt

– ein geeignetes Lokal zur Aufbewahrung derselben”


2)

25.08.1819

Verzeichnis der im Kreis Wipperfürth vorhandenen Feuerlöschgerätschaften

Olpe: 36 Eimer aus Leder

Anmerkung: Nach der Feuerverordnung von 05.09.1807 war jeder Hausbesitzer verpflichtet, einen ledernen Feuereimer zu haben


2)

1830

Haushaltsplan 1830 (Budget)

Vorlage: Anschaffung einer Feuerspritze (wurde vom Rat abgelehnt) Seelenzahl nur Olpe 1.620 mit Wipperfeld 2.780


1)

25.01.1833

Brief Bürgermeister Bau an den königlichen Landrat Herrn Schumacher Hochwohlgeboren zu Wipperfürth

Auszug: Durch die geehrte Verfügung vom 22. v. Monats ist mir aufgegeben, ein Reglement für die Feuerlöschanstalten der hiesigen Bürgermeisterei zu entwerfen und in duplo zur Bestätigung vorzulegen.


1)

09.04.1833

Verfügung vom 09.04.1833 der königlichen Regierung, Abteilung des Innern zu Köln an den Landrat “In den übrigen Bürgermeistereien Ihres Kreises wird in Berücksichtigung der verschiedenen Lokal-Verhältnisse im Allgemeinen ein anderer Plan bei Ausarbeitung eines solchen Reglements zu Grunde gelegt werden müssen. Es wird in dieser Hinsicht am zweckmäßigsten sein, wenn die Bürgermeisterei bei einer großen Ausdehnung und bei der zerstreuten Lage der Wohnsitze in mehrere Branddistrikte welche sich bei entstehender Feuergefahr gegenseitig unterstützen müssen, eingeteilt wird und hierdurch die vorhandene oder notwendig nach anzuschaffenden Löschgerätschaften verteilt werden.

In jedem Distrikt ist ein Vorsteher zu erwählen, der mit seinen Unterbeamten die Direktion über die Feuerlöschung bei einem entstehenden Brande solange führt bis der Bürgermeister oder ein Beigeordneter erscheint, alsdann fungiert er unter demselben nach dessen Anordnung. Die Errichtung eines besonderen Brandkorps wird sich bei einer sehr ausgedehnten Lokalität nicht wohl ausführen lassen, indessen werden unter den in der Nähe des Aufbewahrungsortes der Feuerlöschgerätschaften wohnenden Einwohner 20 bis 30 junge, kräftige Leute ausgewählt werden müssen, denen es vor allem obliegt, die Löschgerätschaften nach der Brandstelle zu transportieren und an Ort und Stelle dieselben zu handhaben, ……… Da wo die Lokalität den Transport der Feuergerätschaften erschwert wie in den Bürgermeistereien Olpe und Cürten wird es am zweckmäßigsten sein, tragbare kleine Spritzen anzuschaffen.


1)

30.04.1833

Landrat an BM in Kürten u. Olpe

Reglement mit Umsicht u. Sorgfalt ausarbeiten und binnen 14 Tagen im Entwurf zur Einsicht und Prüfung hierher einzureichen.


1)

13.09.1833

Landrat schickt das Reglement der B.M. Klüppelberg nach Kürten und Olpe “mit dem Auftrage danach und mit Ermächtigung, der darin anzubringenden Zusätze ein solches Reglement für ihre Bürgermeisterei auszuarbeiten und binnen 14 Tageln längstens zur Einsicht hier einreichen!”


1)

06.10.1833

Entwurf:

Reglements für die Feuerlösch-Anstalten der Bürgermeisterei Olpe + Wipperfeld

Der BM von Olpe schickt den Entwurf eines Feuerlösch-Reglements an den Landrat mit der Bitte, bei Genehmigung 100 Exemplare “zur Verteilung unter das zu errichtende Brandkorps und unter Eingesessene, auf Gemeindekosten drucken zu lassen”.


1)

08.10.1833

Der Landrat genehmigt den Entwurf und gibt Anweisung 100 Exemplare drucken zu lassen; 2 Exemplare sollen eingereicht werden.


1)

06.12.1833

Der Landrat erinnert den Bürgermeister daran, dass er zwei Exemplare des Reglements einreichen solle.


1)

23.12.1833

Der Bürgermeister von Olpe (Bürgermeister Bau, Olpe) reicht 2 gedruckte Exemplare ein, am 26.12.1933 schickt der Landrat ein Exemplar an die Bezirksregierung in Köln.


1)

04.01.1834

Der Landrat veranlasst den Bürgermeister von Olpe (Bürgermeister Bau) “Zur Ausbildung und Ernennung des Personals, des nach § 3 derselben zu bildenden Brandkorps zu schreiten und ein Verzeichnis derselben für beide Branddistrikte (Olpe + Wipperfeld) binnen 14 Tagen einzureichen”. Jede Ausgewählte erhält eine gedruckte Feuerlöschordnung, die er beim Austritt wegen Verziehens, bei Austritt wegen Alterns zurückgeben muß. “Nach dem Tod” eines Mitglieds muß der Polizeidiener die Ordnung einziehen.


1)

10.03.1834

Der Bürgermeister von Olpe (Bürgermeister Bau) schickt ein Verzeichnis über die von ihm errichteten Brandkorps an den Landrat (Forsten und Wipperfeld) (Forsten ein Mittelpunkt der Gemeinden Olpe auf einem Bergrücken gelegener Weiler) Verzeichnis der Mitglieder des errichtenden Brandkorps:

Branddistrikt Forsten

  1. Haecker, Wilhelm Forsten Ackerer und Gemeindeschöffe 45 Jahre
  2. Alfer, Georg Kotterhof Sattler 30 Jahre
  3. Alfer, Johannes Kotterhof Ackerer 22 Jahre
  4. Büscher, Johann Biesenbach Achsenmacher 28 Jahre
  5. Biesenbach, Carl Bielstein Ackerer 25 Jahre
  6. Bierlenberg, Wilhelm Bornen Ackerer 33 Jahre
  7. Calenbach, Wilhelm Bierlenberg Ackerer 25 Jahre
  8. Dahl, Johannes Delling Ackerer 26 Jahre
  9. Dahl, Peter-Christ Dörpe Ackerer 24 Jahre
  10. Förster, Johann jun. Forsten Ackerer 32 Jahre
  11. Förster, Christ Forsten Ackerer 35 Jahre
  12. Henkel, Peter-Johann Forsten Ackerer 26 Jahre
  13. Henkel, Friedrich-Carl Forsten Ackerer 24 Jahre
  14. Hembach, Johann Delling Ackerer 43 Jahre
  15. Hembach, Wilhelm Delling Ackerer 26 Jahre
  16. Hembach, Peter Delling Ackerer 24 Jahre
  17. Höller, Peter Bornen Ackerer 30 Jahre
  18. Höller, Wilhelm Bierlenberg Ackerer 19 Jahre
  19. Kohlgrüber, Peter Wachteln Ackerer 29 Jahre
  20. Kirch, Johann-Georg Kotterhof Bäcker und Wirt 33 Jahre
  21. Kirch, Christ Kotterhof Ackerer 37 Jahre
  22. Kirch, Johann kotterhof Mühlenmeister 33 Jahre
  23. Kohlgrüber, Heinrich Bornen Ackerer 38 Jahre
  24. Laudenberg, Johann Forsten Ackerer 30 Jahre
  25. Müller, Wilhelm Bornen Ackerer 27 Jahre
  26. Neuenhaus, Peter Holl Ackerer 32 Jahre
  27. Neuenhaus, Adolf Holl Ackerer 25 Jahre
  28. Stöcker, Wilhelm Forsten Ackerer 34 Jahre
  29. Tillmann, Joseph Delling Schmied 30 Jahre
  30. Thomas, Friedrich Schultheißmühle Ackerer 26 Jahre
  31. Veit, Gottfried Dörenbach Schreiner 28 Jahre

2)

09.01.1849

Bürgermeister P.J. Bestgen, Erlenbusch

Bau des Spritzenhauses in Forsten wird ausgesetzt, der Unternehmer wird von allen Verbindlichkeiten entbunden, die Gemeinde übernimmt die Baumaterialien, Spritzenhaus sollte sogleich Arrestlokal sein.

Unternehmer: Friedrich Türck.


2)

24.01.1849

Der Rat stellt eine Liste der “Bürgerwehrpflichtigen” auf. (Vermutlich Nachfolger des Brandkorps Forsten von 1834)


2)

22.04.1865

Anschaffung einer dritten Brandspritze für die Gemeinden Olpe und Wipperfeld. Bürgermeister Mausbach – Wipperfeld “Der Vorsitzende erläuterte dass die zu Erlenbusch und Wipperfeld befindlichen Brandspritzen für die nordwestlichen Teile der Gemeinde Olpe und Wipperfeld wegen der weiten Entfernung keinen Schutz bei Brandunglück böten, weil sie nicht rechtzeitig zu Stelle gebracht werden könnten. Er schlug demnach vor in Gemeinschaft mit der Gemeinde Wipperfeld eine dritte Brandspritze anzuschaffen und diesalbe an der alten Straße etwa zu Neulaudenberg unterzubringen.”

Die Kosten werden nach Abzug eines erhofften Zuschusses der Feuer-Societät durch zwei geteilt.


1)

13.11.1866

Der Bürgermeister von Olpe teilt dem Landrat mit:

“.. , dass die hiesige Bürgermeisterei 3 Stck. Feuerspritzen besitzt, welche zu Wipperfeld, Forsten und Neulaudenberg stehen. Außerdem befinden sich 2 Handspritzen zu Wipperfeld und Forsten.


2)

30.04.1894

Bürgermeister Dohr – Wipperfeld

Beschaffung von Feuerlöschgeräten für die Gemeinde Olpe

Der Rat nimmt “die von der Rhein. = Provinzial = Feuer-Societät der Gemeinde Olpe gewährten Beihilfen dankend an und beschließt der Gemeinderat die Societät zu ersuchen durch den Bürgermeister, dass statt der beiden Spritzen in Forsten und Bersten, der drei neue Spritzen unter entsprechender Beihilfe der Societät beschafft werden.” (Hönigsche Druck- und Saugspritzen Nr 8 A zum Preise von 425 M auf die Höfe Olpermühle, Forsten und Junkermühle)


1)

02.05.1894

Bürgermeister Dohr berichtet an den Landrat btr. Feuerlöschwesen:

“Dahingegen hat der Gemeinderat von Olpe in seiner Sitzung vom 30. v. M. wie anl. Beschluß besagt, die Ansicht ausgesprochen, dass an Stelle der größeren Spritze für Forsten und der kleineren Spritze zu Bersten, drei kleinere beschafft werden könnten. Da es bei unserem bergischen Terrain darauf ankommt, kleine handliche Spritzen möglichst schnell an Ort und Stelle zu schaffen, was bei größeren und schwereren Spritzen mit Schwierigkeiten verbunden sei.”

Letzter Satz des Schreibens: “Die Bildung einer freiwilligen Feuerwehr für die geschlossenen Ortschaften ist diesseits in die Wege geleitet.”


1)

08.06.1894

Schreiben des Direktors der Reihn. Provinzial = Feuer-Societät in Düsseldorf über den RP Köln an Landrat Porscher in Lindlar:

“.., dass ich damit einverstanden bin, wenn in der Bürgermeisterei Olpe anstelle der Hönnigschen Saugspritze Nr. 11 C für Forsten und der Druckspritze Nr. 7A für Bersten drei Stck. zweirädrige Saugspritzen zur Anschaffung gelangen, welche in den Ortschafften Olpermühle, Forsten und Junkermühle auszustellen sind. Da die Anschaffungskosten dieser drei Spritzen nur für 75 M höher sind, als diejenigen der erstgenannten, so bleibt die Beihilfe mit zusammen 600 M bestehen”


2)

29.09.1894

Verteilung der neuen Feuerspritzen

Der Rat beschließt die Anschaffung einer weiteren Spritze für das Dorf Olpe “mit Rücksicht auf die geschlossene Lage der Ortschaft und der umliegenden Höfe.”


1)

03.10.1894

Bürgermeister Dohr – Wipperfeld

Der Bürgermeister von Olpe beantragt Beihilfe für eine vierte Spritze Nr. 8A von 425 M, die der Gemeinderat bei Hönig in Köln bestellt hat. Sie soll “im Dorf Olpe Unterkunft finden.”


1)

23.02.1895

Bürgermeister Dohr – Wipperfeld

berichtet der Bürgermeister dem Landrat, dass die Feuerspritzen zum Preise von 2262 M von der Firma Fritz Hönig, Köln beschafft sind


1) 10.03.1895

(Eingangsstempel beim Landrat zu Lindlar)

Der Bürgermeister von Olpe schreibt: “Eine freiwillige Feuerwehr besteht hier nicht und sind die von dem Unterzeichneten gemachten Vorschläge, eine solche zu bilden stets wegen der geringen Zahl passender Leute in den einzelnen Ortschaften ohne Erfolg gewesen.”


2)

07.02.1907

Ortsstatut für die Errichtung einer Pflichtfeuerwehr

Der Vorsitzende teilte der Versammlung mit, dass der Herr Ober-Präsident eine Polizeiverordnung erlassen habe, wonach in sämtlichen Gemeinden Pflichtfeuerwehren zu errichten seien. Um dies durchführen zu können sei der Erlaß eines Ortsstatutes, von dem Inhalt die Versammlung in Kenntnis gesetzt wurde, notwendig; Ferner führte der Vorsitzende aus, dass in der Gemeinde Olpe 3 Feuerlöschbezirke zu errichten seien und dass ferner nach dem Erlaß des Herren Ober-Präsidenten sehr viele Feuerlöschgeräte zu beschaffen seien. Versammlung genehmigt den Entwurf des erlassenen Ortsstatutes nebst Satzungen und soll dasselbe mit Genehmigung des Kreisausschusses in Gültigkeit treten. Zur Feststellung in welchem Umfang die Anschaffung neuer Feuerlöschgeräte notwendig ist wählte der Gemeinderat eine Kommission bestehend aus Hubert Spiegel, Olpermühle, Wilhelm Hembach, Broich, Karl Biesenbach, Forsten und Bürgermeister Horn.


2)

22.02.1907

Ernennung von Brandmeistern für die neu gegründete Pflichtfeuerwehr

1. Bezirk: Albert Krämer, Schmitte

2. Bezirk: Ruppert Kaiser, Sürth

3. Bezirk: Hermann Haasbach, Olpe

Die Zuteilung der Ortschaften zu den Bezirken wurde genehmigt. Nachdem die Feuerlöschzüge gebildet sind, sollen alle Feuerwehrleute für 60 Pf. im Jahr gegen Unfälle bei der Provinzial “Feuer-Societät” versichert werden.

“Der Gemeinderat beschließt eine neue Spritze anzuschaffen, wofür 2 kleine Spritzen zum Preis von 150,- M umgetauscht werden sollen. Welche Spritze angeschafft werden soll bestimmt die unterm 7. Feb.07 gewählte Kommission.


2)

18.05.1910

Herstellung eines Spritzenraumes in Olpe

Schreinermeister Spicher schätzt Kosten von 380,- M “für einen massiven Bau”. Die Gemeindevertreter favorisieren einen Fachwerkbau und bilden eine Kommission aus H. + W. Haasbach und W. Hembach (Broich).


2)

30.05.1910

Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen für die freiwillige Feuerwehr in Olpe

“Gemeinderat beschließt hierfür im Etat für 1911 einen entsprechenden Betrag einzusetzen.”


2)

28.09.1910

Herstellung eines Spritzenhauses in Sürth. Der Gemeinderat hielt es für praktischer, beim Wirt Kaiser einen Raum zu mieten.


2)

Betr. Miete für die Unterbringung der Feuerspritze in Sürth

Ratsmitglied Hembach erklärte, dass sein Sohn Johann in Häcken die Spritze ohne Miete aufbewahrt.


2)

27.05.1920

Herstellung eines Spritzenraumes; Kostenanschlag 7327,25 M. Wegen Höhe der Kosten wurde der Raum nicht genehmigt. Die Spritze soll “billiger” untergestellt werden. (Wahrscheinlich in Olpe)


3)
26.01.1926

“Neugründung der freiwilligen Feuerwehr Olpe”

Nach einem Brand* in der damaligen Gemeinde Olpe gründete man eine neue “freiwillige Feuerwehr Olpe”.

*Brand am:

06.01.1926 bei Erwin Biesenbach, Forsten Stall

31.01.1926 bei Erwin Biesenbach, Forsten Scheune

“Gründungsmitglieder” :

  • Hermann Brochhaus
  • Alois Höller
  • Josef Haas
  • Leo Brochhaus
  • Josef Arnold
  • Alois Häck
  • Heinrich Herweg
  • August Brochhaus
  • Josef Selbach
  • Josef Frangenberg
  • Erwin Biesenbach
  • Hermann Neu
  • Hermann Frangenberg
  • Walter Förster
  • Adolf Herhoff
  • Hermann Kaiser
  • Hermann Schätzmüller
  • Willi Paffrath
  • Max Paffrath
  • Wilhelm Biesenbach
  • Franz Blechmann
  • Hermann Berger
  • Eugen Hartmann
  • Karl Laudenberg
  • Josef Delling
  • Bernhard Neu
  • Otto Eck
  • Peter Odenthal
  • Willi Nassenstein
  • Josef Kötter
  • Alois Brochhaus
  • Gustav Biesenbach*

*) nicht anwesend, wurde aber am 10.02.1926 zum stellvertretenden Brandmeister gewählt.

Der damalige Löschbezirk umfasste drei Löschabteilungen: “Forsten – Bergerhöhe – Olpe”


2)

10.02.1926

Wahl des Brandmeisters und des stellvertretenden Brandmeisters der freiwilligen Feuerwehr Olpe.

Nach Vorschlägen der freiwilligen Feuerwehr Olpe wird zum Brandmeister Hermann Brochhaus, Kotterhof und zum stellvertretendem Brandmeister Gustav Biesenbach, Delling gewählt.

Beschaffung von Ausrüstungsstücken für die freiwillige Feuerwehr. “Die Reparaturen der Spritzen, sowie die bisherigen dringenden Anschaffungen werden bewilligt. 6-8 m Saugschläuche und etwa 80 m Druckschläuche. Für die Brandwachen werden 3 M je Mann bewilligt.


2)

10.02.1927

Der Rat bewilligt für die Beschaffung von Bekleidungs- und Ausrüstungsstücken der Feuerwehr “die Erhöhung des Kredits um 350 M ausschließlich des Zuschusses von 600 M der Provinzial-Feuervers.-Anstalt.”


2)

15.03.1929

Anstelle des aus der Freiw. Feuerwehr ausgeschiedenen Gustav Biesenbach “wird auf Vorschlag der Freiw. Feuerwehr der 2 Abteilungsführer Erwin Biesenbach gewählt”.

“Die Wehr benötigt für 1929 Ausrüstungsstücke in Höhe von über 470 M. Außerdem beantragt sie ein Darlehen von 300 M für die Beschaffung von Tuchröcken für den Fall, dass sie von der liefernden Firma keinen längeren Zahlungsausstand erhalten kann”.


2)

26.03.1930

“Gemeinderat ist damit einverstanden, dass zunächst die große Spritze gründlich durchrepariert wird. Wegen der Reparatur der weiteren Spritze soll der Ausgang der Angelegenheit der Motorspritze abgewartet werden”.


2)

12.08.1930

“Der Bürgermeister teilt mit, dass die Verhandlung mit der Provinzial Feuervers.-Anstalt ergeben hat, dass die Anstalt die größere Motorspritze in 3 Jahresraten zu 800,- RM der Gemeinde überlassen will. Die Belastung ist jedoch noch zu groß. Der Gemeinderat beauftragt den Bürgermeister weiter mit der Anstalt zu verhandeln und zu versuchen, die Beschaffung einer Motorspritze im Rahmen der Etatmittel zu ermöglichen”.


2) 21.04.1931

“Die Provinzial-Feuerversicherungsanstalt ist jetzt bereit, eine Motorspritze, die der Anstalt 2.750,- RM kostet, zu 1500,- RM der Gemeinde zu überlassen”:


3)

Im Jahre 1931 konnte die erste kraftbetriebene Feuerlöschpumpe TYP “DKW” in Betrieb genommen werden. Diese Pumpe ist bis zum heutigen Tage voll betriebsbereit.


2)

18.01.1933

“Mit der Gestellung von Pflichtarbeiten für die Herstellung von Brandteichen in Zusammenarbeiten zwischen der Freiwilligen Feuerwehr und Interessenten ist der Gemeinderat einverstanden”.


3)

26.08.1934

Heute fand in Olpe der Kreisfeuerwehrtag statt. Für die Olpener Wehr war dies ein Großereignis, dass sie vor schwierige, organisatorische Probleme stellte. Der reibungslose Ablauf auf dem Offermannsberg brachte ihr Anerkennung ein.


3)

1935

Im Jahre 1935 konnte das erste Löschfahrzeug, ein umgebauter “Opel-Blitz” in Dienst gestellt werden.


3)

21.08.1935

Mit Wirkung vom 21.08.1935 wurde der Löschzug Olpe, Bereitschaftszug, da er der erste motorisierte Zug im Amt Kürten war.


2)

29.09.1936

Spritzenhaus:

“Für den unbedingt notwendigen Bau eines Spritzenhauses in Olpe hat der Löschzug Olpe schon Bauholz und sonstige zuwendungen gesammelt. Die Provinzial Feuerversicherungs-Anstalt soll eine Beihilfe geben. Genauer Plan und Kostenbetrag stehen noch nicht fest, immerhin wird die Gemeinde einen nicht unerheblichen Zuschuß leisten müssen.

Da von der alten Stiftung der Sprengkapselfabrik, ein Stück Ablösungsschuld ausgelöst ist und demnächst mit 1483,- RM ausgezahlt wird, soll dieser Betrag für das Spritzenhaus verwandt werden. Die Gemeinderäte sind hiermit einverstanden.


3)

11.01.1937

Brandmeister Hermann Brochhaus trat aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Nachfolger wurde Alois Höller, Offermannsberg.


3)

1939 – 1945

Durch Kriegszeiten entstandenen Unklarheiten ist nicht sicher überliefert, wer Wehrführer in Olpe war. Nach nicht amtlich überlieferten Berichten waren in der Zeit Willi Paffrath und Friedhelm Häcker als Wehrführer tätig. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch eine Umbenennung vorgenommen. Die freiwillige Feuerwehr hieß zeitweise Feuerlöschpolizei Gruppe Olpe bzw. Feuerlöschverband Kürten.

Die Einsatztätigkeit zu dieser Zeit wurde mit einem privaten Fahrzeug (Opel P4) Halterin Maria Laudenberg mit an dem Fahrzeug angehängter Motorspritze durchgeführt.


3)

1945

Ab 1945 begann das Feuerlöschwesen dank der noch vorhandenen Geräte wieder aufzuleben, unter Feuerwehrkamerad Josef Arnold (Friseur) wurden regelmäßig Gerätschaften überprüft, um für einen Einsatz bereit zu sein.


2)

05.02.1948

Feuerwehrangelegenheiten

“Den Ratsherren wurde nahe gelegt, sich persönlich um die Werbung weiterer Mitglieder für die Feuerwehr zu bemühen, damit bei Ausfall einzelner Feuerwehrmänner durch Krankheit usw. jeweils ein ausreichender Einsatz im Interesse der gesamten Gemeinde gewährleistet ist”.


2)

05.11.1948

Feuerwehrgerätehaus in Olpe

“Amtsdirektor Heyer gab Mitteilung über die gemeinsam mit Gemeindebürgermeister Finkelnburg und Hermann Brochhaus vorgenommene Besichtigung des Feuerwehrgerätehauses in Olpe. Entsprechend dem Vorschlage der Verwaltung genehmigte der Gemeinderat die Anbringung eines einfachen Lattenverschlages mit Tür und Vorhängeschloss für die Aufbewahrung aller nicht feuerwehreigenen Geräte. Der Raum für die Feuerwehrgeräte ist alsdann noch ausreichend groß. Außerdem soll der früher dort untergestellte Lastwagen des Herrn Brochhaus wieder im Feuerwehrgerätehaus untergestellt werden, da die Fa. Brochhaus diesen Wagen für die Beförderung der Motorspritze usw. bereitwilligst zur Verfügung gestellt hat. Die Fa. Brochhaus ist zu benachrichtigen.


2)

12.05.1949

Feuerwehrgerätehaus

“Gemeinderat beschließt, die z.Zt. vorgesehene Abteilung nicht vorzunehmen, jedoch mit einfachen Schalbrettern den Boden des Gerätehauses instand zu setzen, damit dort die gemeindeeigenen Geräte wie Spaten usw. abgestellt werden können. Verwaltung soll im Benehmen mit der Feuerwehr dafür sorgen, dass möglichst für die Bedienung der Feuerwehrspritze jeweils ein motorisiertes Fahrzeug erhältlich ist”.


2)

14.11.1959

Die Feuerwehr soll ein motorisiertes Fahrzeug erhalten. Dazu wird folgender Ausschuß gebildet:

Bürgermeister Finkelnburg und Ratsherren Höller, Clemens und Paffrath, Willi; von der Feuerwehr J. Arnold, Olpe, Hermann Brochhaus und Hermann Neu.


2)

20.03.1951

Ankauf eines Kraftwagens für die Feuerwehr Olpe

“Gemeindevertretung wurde von dem mit der Stadt Bensberg geführten Verhandlungen wegen des Ankaufs eines Kraftwagens “Phänomen” für den Feuerlöschzug Olpe in Kenntnis gesetzt. Gemeindevertretung erklärte sich mit dem Erwerb des Wagens zum Betrage von 800,- DM einverstanden und beauftragte die Verwaltung, wegen der Überführung und Instandsetzung das Erforderliche unverzüglich zu veranlassen. Im Benehmen mit den Verantwortlichen und sachverständigen Feuerwehrführern soll festgestellt werden, welche Instandsetzungen und Umbauten durchgeführt werden müssen, um den Kraftwagen seinem Verwendungszweck als Feuerwehrmannschafts- und Transportwagen zu zuführen. Die Inhaber der Reparaturwerkstätten Klein, Braun und Häger sollen aufgefordert werden, Kostenanschläge über die durchzuführenden Arbeiten einzureichen”.


2)

04.03.1952

Neuer Löschgruppenführer: Josef Brochhaus

er löst Josef Arnold ab. Da ein Amtsfeuerwehrverband besteht, ist für den Gemeindefeuerwehrverband kein Bedürfnis vorhanden.


2)

20.10.1952

Die Feuerwehrspritze wird für 320,- DM instandgesetzt.


2)

05.08.1953

Ein Tanklöschfahrzeug soll nicht auf Amtsebene beschafft werden. (Olpe schließt sich aus)


2)

07.02.1956

Die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs soll in 1956 erfolgen und über den außerordentlichen Haushalt finanziert werden.


2)

19.03.1956

Grundsatzbeschluß:

Ein neues Feuerwehrfahrzeug und eine neue Spritze werden angeschafft; die alte Spritze und das alte Fahrzeug werden veräußert.


3)

1956

1956 erhielt die Feuerwehr Olpe ein neues Löschfahrzeug vom Typ TSF Aufbau Ford F.K. 1000 (der bis zum Jahre 1973 im Einsatz war)


2)

09.04.1964

Der Rat ist damit einverstanden, dass ein Amtsbrandmeister bestellt wird.


2)

29.06.1964

Feuerwehrangelegenheiten; einstimmige Beschlüsse:

  1. Der Wehrleiter erhält ab 1.1.1965 monatl. 25,- DM
  2. für den Besuch der Landesfeuerwehrschule werden 4,- DM Tagesgeld gewährt,
  3. für Erholungsurlaub im Feuerwehrerholungsheim Bergneustadt werden 30,- DM Taschengeld gewährt.

2)

17.04.1968

Brandmeister Josef Brochhaus legt aus beruflichen Gründen sein Amt nieder; neuer Gruppenführer Hans Brochhaus, Olpe!


2)

05.07.1973

Der Rat beschließt die Aufnahme eines langfristigen Kommunaldarlehens über 38.000,- DM zur Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs. (Letzte Beschaffung des Gemeinderates von Olpe vor der kommunalen Gebietsreform für die Feuerwehr)


3)

1973

Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges hier Löschfahrzeug LF 8 Aufbau Hanomag-Henschel (Fahrzeug mit Tragkraftpumpe, Frontpumpe und Platz für 9 Personen.) Steht heute im Feuerwehrmuseum Köln!


3)

1985

1985 mussten Oberbrandmeister Hans Brochhaus und auch sein Stellvertreter, Oberbrandmeister Bruno Wichmann ihre Ämter als Löschgruppenführer aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.

Brandmeister Heinz Fuhr wurde zum neuen Löschgruppenführer und Brandmeister Jörg Robisch zu dessen Stellvertreter bestellt.


3)

1987 – 1989

Neubau eines Gerätehauses in Olpe,

Architekt: Otto Höller, denkmalgeschützter Schlauchturm musste in neues Haus integriert werden.


3)

1990

Die Löschgruppe Olpe verfügt zusätzlich zu ihrem Löschfahrzeug Hanomag-Henschel ein vom Bund zur Verfügung gestelltes Löschfahrzeug Typ LF 16-TS, Aufbau Iveco/Lentner


3)

1996

Neuanschaffung eines Feuerlöschfahrzeuges Typ LF 8/6 Magirus.

28.04.1996 wurde das neue Fahrzeug eingesegnet von Frau Gabi Bach und Diakon Reimund Scheurer, ebenfalls erhielt das neue Gerätehaus den kirchlichen Segen.

Altfahrzeug: Hanomag-Henschel wurde dem Feuerwehrmuseum Köln überlassen.


3)

1998

Rücktritt von Gruppenführer Heinz Fuhr;

Nachfolger: Gruppenführer Michael Iwanzik


3)

26.01.2001

75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Olpe nach der Neugründung 1926


3)

05.05.2001

Kommers im Pfarrsaal Olpe mit Ehrungen und Vorträgen der Ortsvereine, sowie Festvortrag über die Feuerwehr Olpe.

“Gastredner” Oberstudienrat Josef Büchel und Klemens Broich, früher Amtsbrandmeister und Kreisbrandmeister i.R.

Anwesend war auch das Gründungsmitglied von 1926, Herr Alois Häck, Olpe im Alter von 97 Jahren.